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PKD - Polycystic Kidney Disease

Bei PKD handelt es sich um eine vererbbare Nierenerkrankung. Hierdurch können eine oder beide Nieren von Zysten befallen werden, die später zum Tod der Katze durch Nierenversagen führen. In den meisten Fällen zeigt sich PKD erst bei der älteren Katze, wenn im Alter von etwa drei bis zehn Jahren die Nieren größer werden. Die Zysten werden dann fühlbar und die Nieren beginnen ihre Funktion einzustellen. In Folge dessen leidet die Katze dann unter großem Durst mit starkem Harndrang, Depression, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Die Krankheitsverläufe der einzelnen Tiere, d. h. wie stark und wie schnell die Symptome auftreten, sind unterschiedlich.

Dank der Weiterentwicklung der Gentests ist es heute möglich, direkt nach der Geburt mittels Blutprobe oder Zellabstrich eindeutig festzustellen, ob ein Tier PKD hat. Da PKD bei der Katze autosomal dominant vererbt wird, führt bereits ein betroffenes Allel zu dieser Erkrankung. Ein im Gentest negatives Tier wird nie an PKD erkranken oder diese weitervererben.



GSD IV - Glykogenspeicherkrankheit

Bei GSD IV handelt es sich um eine erbliche Schädigung des Glykogenstoffwechsels, die bislang ausschließlich bei Norwegischen Waldkatzen erforscht wurde. Durch die Mutation eines Allels wird ein Mangel an einem bestimmten Enzym (GBE = glycogen branching enzyme) hervorgerufen, welches für den Glykogenstoffwechsel benötigt wird.

Meist sterben die erkrankten Embryos bereits im Mutterleib, oder die betroffenen Kätzchen kommen bereits tot auf die Welt. Auch kann es vorkommen, dass die Katzen einige Tage überleben und dann plötzlich sterben. Eine andere Form der Erkrankung verläuft sehr schmerzhaft für die Katzen und endet nach bis zu 14 Monaten mit dem Tod. Hier entwickeln sich die Kitten bis zum Alter von 5-7 Monaten gut. Plötzlich stagniert dann die Entwicklung und die Tiere werden immer schwächer mit den klinischen Anzeichen einer Hypoglykämie. Es tritt hohes Fieber mit Schüttelfrost auf. Ein fortschreitender Muskelschwund beginnt, wodurch die Katzen zunehmend Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und der Fortbewegung haben. Muskelkrämpfe und Lähmungen der Extremitäten schließen sich an. Schließlich versterben die Tiere.



HCM – Hypertrophe Kardiomyopathie

Die HCM ist eine krankhafte Verdickung des Herzmuskels. Diese Verdickung kann Teile des Herzmuskels, oder aber auch den gesamten Herzmuskel betreffen. Indem die Herzmuskelwand nach innen in die Herzkammer wächst verringert sich das Herzvolumen. Hierdurch bedingt kann das Herz weniger Blut aufnehmen, als es grundsätzlich notwendig ist. In Folge dessen kann es zu einem Rückstau in der linken Vorkammer des Herzens kommen, der später auch auf den Lungenkreislauf übergreifen kann. Pleuraergüsse und Lungenödeme können hieraus entstehen.
Durch einen autosomnal dominant vererbbaren Defekt kann diese Herzmuskelerkrankung hervorgerufen werden. Daher sollten Katzen, die zur Zucht eingesetzt werden, auf HCM kontrolliert werden. Die Fachliteratur empfiehlt eine Ultraschalluntersuchung des Herzens bei Katern ab 2 Jahren und bei Katzen im Alter von 3 – 4 Jahren.
Wer an ausführlicheren Informationen zum Thema HCM interessiert ist, kann auf den folgenden Link der Medizinischen Tierklinik der Universität München gehen:

www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hypertrophe-kardiomyopathie.html


In eigener Sache möchten wir anmerken, dass Fridas Eltern GSD IV und PKD frei sind. Daher ist Frida ebenfalls kein Trägertier. Sobald Frida das für Ultraschalluntersuchungen empfohlene Alter von 3 bis 4 Jahren hat werden wir sie im Interesse der Gesunderhaltung der Rasse auch auf HCM schallen lassen.

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